TA 101 – was lern' ich da? AufTAnken :-)
„Wenn ich an einem Einsteiger-Kurs teilnehme, was genau kann ich da lernen?" – so hat neulich eine Interessentin gefragt. Wer mal reinschnuppern möchte in die TA, ist im TA 101 genau richtig.
Im TA 101 stehen im Fokus:
- 📌 die wichtigsten Theorien und Modelle kennen lernen
- 📌 die Modelle, wie z. B. die Spiele-Theorie, auf eigene Fragestellungen anwenden
- 📌 das eigene Kommunikationsverhalten durch die Brille der TA-Konzepte betrachten und einordnen
Transaktionsanalyse wird erfolgreich im Arbeitsalltag und für die persönliche Entwicklung angewendet.
Und was sind das für Modelle, Konzepte und Theorien?
Die von Eric Berne im letzten Jahrhundert begründete TA wird lebhaft in vielen Ländern der Welt weiterentwickelt und mit anderen Richtungen verzahnt. Die weltweite Community ist sehr aktiv; es gibt viele Weiterentwicklungen, Ergänzungen, hilfreiche und ressourcenorientierte Anwendungen.
Transaktionen, Strokes, Ego-States
Die grundlegende Einheit der TA sind, naheliegend, die Transaktionen. Eine Transaktion ist eine Einheit der Kommunikation, ein Hin und Her zwischen zwei Menschen, verbal und/oder nonverbal. Die Analyse von Transaktionen und Psycho-Spielen bringt Licht ins Dunkel, wenn es gilt:
- 👉 Gespräche und Kommunikationsabläufe zu verstehen
- 👉 doppelte Böden zu erkennen
- 👉 konstruktive Verhaltensweisen zu entwickeln
Das Drama-Dreieck macht schnell deutlich, ob Verfolger, Retter oder Opfer „im Spiel" sind. Wer sich damit auseinandersetzt, lernt mehr über sich selbst – und über die anderen.
Ein kommunikativer Austausch hat eine Währung – und die heißt „Strokes", also Wertschätzung, Anerkennung. Menschen können sich anderen auch zuwenden, indem sie sie oder ihre Handlungen abwerten. Wertschätzende Anerkennung ist wie eine Vitaminkur für die Seele. Schon in unseren Ursprungsfamilien lernen wir den Umgang mit Strokes:
- 👉 Wofür brauchen wir Anerkennung, wem geben wir sie und warum?
- 👉 Und was für eine Art von Wertschätzung?
Was stellst du so an, um sie zu bekommen? Sorgst du gut für dich? Die Stroke-Theorie ist ein Baustein für das bessere Verständnis menschlicher Verhaltensweisen.
Persönlichkeitsmodelle, insbesondere die Ich-Zustände (Ego-States), sind zentral in der TA – das Strukturmodell und das Funktionsmodell:
- 👉 Das eine zeigt, wie wir unser „Gewordensein" betrachten können
- 👉 das andere, welche Anteile unserer Persönlichkeit wir im inneren und äußeren Dialog einsetzen
Bei der Betrachtung der inneren Dialoge lässt sich der ein oder andere Glaubenssatz aufspüren. Die individuellen Glaubenssätze und Überzeugungen, die Menschen gelegentlich im Weg stehen, werden u. a. mit der Skripttheorie aufgegriffen. Welches Lebensdrehbuch hat jemand für sich geschrieben, welche Glaubenssätze bestimmen das Fühlen, Denken und Verhalten? Menschen gestalten ihr eigenes Leben, so hat es Eric Berne formuliert. Sie können jederzeit neue Entscheidungen treffen und ihr Lebensdrehbuch weiterentwickeln.
Mit welcher Grundhaltung begegnet jemand der Welt? Eigenen Triggern, inneren wie äußeren, auf die Spur zu kommen ist das Ticket zu den Ressourcen. Mit welchen Ressourcen gelingt es immer öfter, eine entspannte, gelassene und wohlwollende Haltung einzunehmen – die wir in der TA okay-okay-Haltung nennen?
Autonomie ist von großer Bedeutung in der TA. Eric Berne hat sie als Dreiklang beschrieben:
- 👉 Awareness
- 👉 Spontaneity
- 👉 Intimacy
Also das Leben im Hier und Jetzt; die Möglichkeit, bewusst unterschiedliche Facetten der eigenen Persönlichkeit zu zeigen; und die Fähigkeit, Beziehungen auf Augenhöhe einzugehen, die frei von manipulativen Spielen sind. Um all das gemeinsam zu erarbeiten, schließen Transaktionsanalytiker:innen Verträge – Absprachen auf Augenhöhe, die gemeinsam erarbeitet und abgestimmt werden. Das könnt ihr schon im TA 101 ausprobieren!
© Ute Kröger, 2021